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Tokyo Jazz Kissa: High Fidelity mit Avantgarde Acoustic

In Japan ist es ein einzigartiges Erlebnis, in darauf spezialisierten Cafés, sogenannten Jazz Kissas, Jazz-LPs mit seltenen Vintage-Sound Systemen zu hören.

Die folgenden Informationen beziehen sich auf einen Artikel des Magazins Resistor Mag von Rafe Arnott, in dem Rafe Arnott ein Interview mit Katsumasa Kusunose, Japan-Redakteur und Herausgeber des Magazins #VINYL, führt. Link: https://resistormag.com/features/tokyo-jazz-kissa-vintage-high-fidelity-with-vinyl/

 

In Japan gibt es eine intensive, enthusiastische HiFi-Szene, insbesondere in Bezug auf Vintage-HiFi und Jazz, die von den Babyboomern angetrieben wird. Jazz Kissa bedeutet "ein Ort, an dem man Jazz hören und gleichzeitig Tee trinken kann". Das Phänomen Jazz Kissa nahm seinen Anfang 1929 in Tokio, bis während des Zweiten Weltkriegs das Hören von amerikanischem Jazz illegal wurde. In den 50er und 60er Jahren erlebte das Jazz Kissa-Revival seinen Höhepunkt mit einem sehr jungen Fan-Publikum in den Teenager- und Twensjahren. In dieser Zeit begannen Jazzkünstler wieder über den Pazifik zu touren, während Jazz-LPs sehr teuer waren, etwa 25% des Wochengehalts eines Angestellten mit College-Ausbildung kosteten. Ein weiterer Grund, warum Jazz Kissas in dieser Zeit so populär wurden: Für den Preis einer Tasse Tee konnte man sich gleich mehrere Jazzkünstler anhören. Während das Servieren von Alkohol, gekochtem Essen und Tanzen in den meisten Kissas verboten ist, und sogar Konversation ist an einigen Orten verboten, wurde eine neue Form von so genannten Kissa-Cafés geschaffen, in denen Alkohol und gekochtes Essen serviert werden dürfen.

 

Katsumasa Kusunose, 61-jähriger Redakteur, Fotograf und Musikliebhaber, Gründer von JAZZ CITY LLC und Herausgeber des Magazins #VINYL, wurde von Rafe Arnott für Resistor Mag interviewt. Wir möchten hier einige interessante Zitate aus diesem Artikel wiedergeben:

 

Rafe Arnott: "Wenn Sie einen Rat für aufstrebende Audiophile hätten, welcher wäre das?"

Katsumasa Kusunose: "Ich denke, es geht darum, seinen Ohren zu vertrauen. Anstatt uns von den Meinungen und Werten anderer Menschen ablenken zu lassen, sollten wir das verfolgen, was wir selbst für einen guten Klang halten.

 

Rafe Arnott: "Beschreiben Sie Ihr perfektes Soundsystem und warum."

Katsumasa Kusunose: "Ein perfektes Soundsystem wäre eine Kombination aus Raum und Equipment. Ganz gleich, wie teuer das Equipment ist, es wäre bedeutungslos, wenn dies nicht in einem Raum installiert wäre, in dem es seine Fähigkeiten voll und ganz unter Beweis stellen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist das Geschäft Tournez La Page, das über ein Avantgarde-System verfügt, ein sehr teures deutsches System, das in # VINYL Ausgabe 1 vorgestellt wurde. Dieses Geschäft wurde extra unter der Voraussetzung entworfen und dafür gebaut, dass es eine Avantgarde haben wird. Ich denke, das ist die ideale Methode, und genau das macht ein perfektes Soundsystem aus.

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